
Sucker Punch bestätigt, dass die *Ghost*-Serie dauerhaft in Japan verwurzelt bleiben wird, während Star Erika Ishii darüber spricht, wie sie dem neuen Protagonisten Atsu Leben einhaucht. Erfahre mehr über die Identität des Franchises und mehr von ihrem Tokyo Game Show-Panel.

Sucker Punch-Studioleiter Brian Fleming sprach kürzlich mit UnGeek über *Ghost of Yotei* und die übergeordnete Vision der Serie. Im Interview betonte Fleming, dass die Identität des Franchises grundlegend mit seinem japanischen Setting verbunden ist. Er glaubt, dass ein *Ghost*-Spiel einen katana-führenden Krieger vor dem Hintergrund von Japans Geschichte und Landschaften zeigen muss. "Wir können uns kein *Ghost*-Spiel vorstellen, das beispielsweise im feudalen Europa spielt. Das würde nicht funktionieren. Dafür gibt es andere Spiele, aber das ist nicht das, was *Ghost* ausmacht", so Fleming.
Obwohl Franchises wie *Assassin's Creed* häufig den Schauplatz wechseln, erklärte Fleming, dass dieser Ansatz nicht zu *Ghost* passt. Für ihn verliert die Serie außerhalb Japans ihre Bedeutung – eine Essenz, die er als die Kombination aus Samurai, Katanas und der natürlichen Schönheit des Landes definiert.

Fleming erläuterte, dass *Ghost* nicht nur durch episches Storytelling definiert wird, sondern durch drei zentrale Pfeiler: das Katana, die japanische Geschichte und eine weitläufige Open World, die die Schönheit des Landes zeigt. Diese Elemente, so sagte er, unterscheiden die Serie und werden ihre Zukunft lenken.
Er wies auch auf die stark positive Reaktion japanischer Fans auf der Tokyo Game Show hin, als er Japans Landschaften als Teil der DNA der Serie hervorhob. Für Fleming wird *Ghost* immer ein Open-World-Samurai-Abenteuer sein, das tief in der japanischen Kultur verwurzelt ist, selbst wenn künftige Titel verschiedene Epochen oder Protagonisten erforschen.

*Ghost of Yotei* zeigt bereits die Bereitschaft des Studios, die Zeitleiste voranzutreiben und neue Helden einzuführen. Doch Fleming deutete klare Grenzen an, die das Team nicht überschreiten werde, wie etwa das Katana aufzugeben oder Japan zu verlassen. Dies deutet darauf hin, dass künftige Teile wahrscheinlich innerhalb der reichen historischen Spanne von der Heian- bis zur Edo-Zeit bleiben werden.

Dieses Bekenntnis zur japanischen Tradition prägt nicht nur die Spielwelt – es ist auch zentral für die Leistung von Erika Ishii, die den neuen Protagonisten Atsu verkörpert. Für Ishii, bekannt für Rollen in *Apex Legends* und *Dragon Age: The Veilguard*, ging diese Rolle weit über reine Synchrontätigkeit hinaus. Sie steuerte auch das physische Aussehen und die Motion-Capture-Daten der Figur bei, was Atsu zu einem der persönlichsten Projekte ihrer Karriere macht.
Anders als bei herkömmlichen Synchronaufnahmen war Ishii während der gesamten Produktion intensiv eingebunden. Im Gespräch mit UnGeek auf der Tokyo Game Show beschrieb sie den Prozess als hochgradig kollaborativ, was ihr Einfluss auf Atsus Körperlichkeit und emotionale Tiefe ermöglichte. Selbst in intensiven Szenen von Trauer und Wut, so Ishii, habe das unterstützende Team die Erfahrung beflügelnd und nicht zermürbend gestaltet.

Ishiis Vorbereitung schöpfte stark aus einer lebenslangen Leidenschaft für Samurai-Filme und Anime. Aufgewachsen mit Kurosawa-Filmen, Jidaigeki-Dramen und Serien wie *Samurai Champloo*, sah sie Atsu als Fortsetzung dieses Erbes. Diese tiefe Vertrautheit mit Samurai-Archetypen half, der Figur Authentizität zu verleihen, während es Ishii erlaubte, eine persönliche Note hinzuzufügen.
Zugegeben, die Rolle nach dem beliebten Jin Sakai zu übernehmen, war einschüchternd. Ishii teilte mit, dass die ersten Tage am Set aufgrund der Fan-Erwartungen und ihres eigenen Respekts vor Sonys Gaming-Erbe entmutigend waren. Doch die Nervosität verflog bald in der kollaborativen Umgebung, die das Team schuf.

Für Ishii ist Atsu mehr als nur eine weitere Rolle – es ist eine Gelegenheit, einen Helden zu verkörpern, der von genau den Geschichten inspiriert ist, die sie selbst geprägt haben. Genau wie Fleming die Seele der Serie an Japan und das Katana bindet, zeigt Ishiis Performance, wie diese Identität auf Charakterebene widerhallt und Authentizität mit persönlicher Leidenschaft verbindet.