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Spitzen-OLED-Displaytechnologien für Gaming vorgestellt

Mein erster OLED-Fernseher-Kauf, der LG E8 55 Zoll im Jahr 2019, war ein Wendepunkt während des Lockdowns. Er war das ultimative Entkommen. Zunächst verstand ich die OLED-Technologie (organic light-emitting diode) nicht vollständig. Im Gegensatz zu L
By Leo
Jan 19,2026

Mein erster OLED-Fernseher-Kauf, der LG E8 55 Zoll im Jahr 2019, war ein Wendepunkt während des Lockdowns. Er war das ultimative Entkommen. Zunächst verstand ich die OLED-Technologie (organic light-emitting diode) nicht vollständig. Im Gegensatz zu LCDs mit Hintergrundbeleuchtung verwendet OLED selbstleuchtende Pixel für unendlichen Kontrast. Final Fantasy XV zu spielen und sich durch The Last of Us Part II zu kämpfen, fühlte sich an wie das Wiedererleben eines lebendigen, nostalgischen Traums. Dieses Erlebnis hat mich gepackt, und der LG E8 war nur der Anfang.

Jahre später stieg ich auf den LG C2 65-Zoll-Fernseher um und testete zahlreiche Geräte mit OLED-Displays. Ich lernte, dass nicht alle OLEDs gleich sind – verschiedene Technologien treiben sie an. Neugierig auf OLED-Typen? Es gibt viele, aber drei sind fürs Gaming am wichtigsten: WOLED, QD-OLED und AMOLED.

WOLED, QD-OLED und AMOLED: Wie sie funktionieren

Die OLED-Technologie hat sich über Jahrzehnte entwickelt, mit Pionieren wie Kodak und Mitsubishi, die früh experimentierten. LGs OLED-Fernseher Anfang der 2010er Jahre brachten sie in die Masse.

LGs Version, WOLED (White OLED), dominiert sein Sortiment, obwohl der Begriff selten im Marketing auftaucht. Im Gegensatz zu traditionellem OLED, das selbstleuchtende Pixel für atemberaubenden Kontrast und lebendige Farben nutzt, löst WOLED ein Schlüsselproblem: die ungleichmäßige Alterung der roten, grünen und blauen Leuchtstoffe, die Einbrenneffekte verschlimmert. WOLED verwendet eine weiße OLED-Schicht mit einem RGBW-Farbfilter. Stellen Sie sich selbstleuchtende Pixel vor, die reines weißes Licht aussenden, das in Farben gefiltert wird. Der Haken? Farbfilter verursachen ungleichmäßige Helligkeit und geringeres Farbvolumen. Fortgeschrittene WOLEDs nutzen die Mikrolinsen-Array-Technologie, die Tausende von Mikrolinsen pro Pixel packt, um die Lichtfokussierung zu verstärken.

2022 stellte Samsung QD-OLED (Quantum Dot OLED) vor, ein Wendepunkt. Statt einer weißen OLED-Schicht verwendet es eine blaue, gepaart mit Quantenpunkt-Farbkonvertern. Anders als RGBW-Filter absorbieren Quantenpunkte Licht und wandeln Blau in Rot oder Grün um, ohne Helligkeit zu verlieren, was zu satteren Farben führt.

AMOLED hingegen hebt sich ab. Ähnlich wie WOLED enthält es eine Dünnschichttransistor (TFT)-Schicht für schnellere Pixelaktivierung. Diese Geschwindigkeit hat ihren Preis und reduziert leicht den für OLED charakteristischen unendlichen Kontrast.

WOLED, QD-OLED und AMOLED: Am besten für Gaming?

Die Wahl des richtigen OLED fürs Gaming hängt von Ihrem Setup und Ihren Vorlieben ab. Einfach ausgedrückt: QD-OLED liegt oft an der Spitze, aber WOLED und AMOLED haben ihren Platz.

AMOLED findet sich hauptsächlich in Smartphones und Laptops, nicht in Fernsehern, aufgrund der hohen Kosten. Seine Flexibilität eignet sich für faltbare Geräte und bietet hohe Bildwiederholraten und weite Betrachtungswinkel. Allerdings kämpft seine geringere Helligkeit bei direktem Sonnenlicht, und für kleinere Bildschirme ist der OLED-Typ selten eine Wahl – man bekommt, was das Gerät bietet.

Für Gaming-Monitore und Fernseher wählen Sie zwischen WOLED (als OLED vermarktet) und QD-OLED. WOLED glänzt mit hellem Weiß, aber sein RGBW-Filter dämpft andere Farben. QD-OLED liefert mit lichtabsorbierenden Quantenpunkten kräftigere Farben und gleichmäßige Helligkeit über das gesamte Spektrum.

Doch WOLED hat einen Vorteil in hellen Umgebungen. Mein OLED-Fernseher, gegenüber Fenstern platziert, kommt gut mit Blendung zurecht und hält dunkle Bereiche wirklich schwarz. Mein QD-OLED-Monitor hingegen zeigt bei Blendung einen lila Schimmer, weil Samsung die Polarisationsschicht wegließ, um die Helligkeit zu erhöhen.

Für Farbe und Helligkeit glänzt QD-OLED. In reflektierenden Umgebungen ist WOLED weniger ablenkend. Letztlich hängt die Qualität von den Spezifikationen ab – höhere Budgets ergeben bessere Displays, unabhängig vom Typ.

Aber QD-OLED und WOLED könnten bald Konkurrenz bekommen.

PHOLED: Die Zukunft von OLED

Unter den OLED-Varianten sticht PHOLED (Phosphorescent OLED) hervor. Im Gegensatz zu fluoreszierenden Materialien wandeln phosphoreszierende Energie mit 100% Lichtausbeute in Licht um, verglichen mit 25% bei Fluoreszenz. Dies verspricht hellere Displays mit geringerem Stromverbrauch. Die Herausforderung? Die kurze Lebensdauer von blauem PHOLED machte es unpraktisch.

Kürzlich kündigte LG einen Durchbruch bei blauem PHOLED an und nannte es "Dream OLED". Bereit für die Massenproduktion, bietet es unübertroffene Effizienz. Während PHOLED-Fernseher noch Jahre entfernt sind, ist damit zu rechnen, diese Technologie bald in Smartphones und Tablets zu sehen.

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